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PROGRAMM 2018

 

Mittwoch, 24. Januar, 19.30 Uhr Kristóf Baráti & Gábor Farkas

 

BaratiFarkas

Werke für Violine und Klavier von Beethoven, Brahms, Tschaikowsky, Ysaye und Ravel

Einführungsvortrag um 19 Uhr

 

 

Mit Kristóf Baráti (Violine) und Gábor Farkas (Klavier) bestreiten zwei perfekt harmonierende ungarnstämmige Musiker den Auftakt der Kammermusikreihe. Zuletzt war das Duo 2012 im Kurhaus-Konzertsaal zu Gast. Auch diesmal haben sie ein breit gefächertes Programm im Gepäck. Auf Ludwig van Beethovens dramatische a-Moll-Sonate folgt mit Johannes Brahms‘ „Thuner Sonate“ ein schwelgerisches Werk, das der Komponist in freudiger Erwartung der von ihm verehrten Sängerin Hermine Spies komponierte. Nach der Pause erklingen zunächst mit Peter Tschaikowskys „Souvenir d’un lieu cher“ seine musikalischen Erinnerungen an die Aufenthalte bei seiner Gönnerin Nadeschda von Meck. Und auf Eugène Ysayes virtuose Solo-Violinsonate „Ballade“ folgt eines der anspruchsvollsten Werke der Violin-Literatur, Maurice Ravels Rhapsodie „Tzingane“.

Kristóf Baráti wurde 1979 in Budapest geboren und wuchs in Venezuela auf. Nach seinen Studien in Caracas und Budapest errang er zahlreiche internationale Preise, u.a. beim renommierten Brüsseler „Reine Elisabeth Wettbewerb“. Seither ist er auf vielen internationalen Musikpodien zu Gast. Ebenso Gábor Farkas, der sein Klavierstudium in Budapest mit Auszeichnung abschloss und Preisträger u.a. des internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs in Weimar ist.

Donnerstag, 22. Februar, 19.30 Uhr Daedalus Quartett

 

Daedalus

Werke für Streichquartett von Mendelssohn Bartholdy, Ives und Brahms

Einführungsvortrag um 19 Uhr

 

 

Ein ebenso gern gesehener und gehörter Gast in der Aiblinger Klassik-Reihe ist das Daedalus Quartett. Es wurde im Sommer 2000 gegründet, gewann 2001 den ersten Preis beim Streichquartett-Wettbewerb in Banff in Kanada und etablierte sich sogleich als eines der besten Streichquartette in den USA. Schnell konnte es sich auch die renommierten Konzertsäle in Europa und Asien erobern. Benannt ist das Quartett nach dem sagenhaften griechischen Künstler und Baumeister, von dem es heißt, er habe die Bildhauerei und das Labyrinth erfunden. Vor allem jedoch ist Daedalus dafür bekannt, dass er auf selbst gebauten Schwingen in die Freiheit flog.

In diesem Sinne „beflügelt“ präsentiert das Daedalus Quartett auch sein Programm: Felix Mendelssohn Bartholdys Streichquartett Op. 81 blieb unvollendet, umso kostbarer klingen die beiden nachgelassenen Sätze, Variationen über ein liedhaftes Thema und ein Scherzo. Charles Ives‘ 2. Streichquartett ist 1907 entstanden. Der amerikanische Komponist zählte das zwischen intensiver Expressivität und zu herzend gehender Melancholie changierende Werk zu seinen besten. Johannes Brahms‘ drittes und heiterstes Streichquartett aus dem Jahr 1875 schließlich zitiert augenzwinkernd Mozarts „Jagdquartett“ und verarbeitet traditionelle Tanzmelodien wie eine Polka, eine Gavotte und andere barocke bzw. klassische Musikstile. 


Samstag, 17. März, 19.30  Uhr Weimarer Bläserquintett

 

Weimarer

Werke von Mozart, Ligeti, Danzi, Ibert und Taffanel

Einführungsvortrag um 19 Uhr

 

 

Einen Streifzug durch die Welt des Bläserquintetts unternimmt das Weimarer Bläserquintett mit unterhaltsamen und reizvollen Werken für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott. W.A. Mozarts Andante in F-Dur ist ein zauberhaftes Intermezzo, das er ursprünglich für „eine Walze in einer kleinen Orgel“ komponiert hatte. Längst zu „Klassikern“ des modernen Bläserquintett-Repertoires avanciert sind die sechs spritzigen „Bagatellen“ des österreich-ungarischen Komponisten György Ligeti, die die Möglichkeiten der Instrumente mit all ihren Facetten ausloten. Mit seinem Bläserquintett in g-Moll ist der Karlsruher Tonsetzer Franz Danzi in diesem Konzert vertreten, einer der wichtigsten Komponisten für klassisches Bläserquintett. Und schließlich steht das hinreißende Quintett in g-Moll des französischen Romantikers Paul Taffanel auf dem Programm. Über den hierzulande wenig bekannten Flötisten und Komponisten schrieb sein Schüler Georges Barrère: „Seine Musikalität, insbesondere seine Stilsicherheit waren in höchstem Maße inspirierend.

Seinen bisher größten Erfolg verbuchte das Weimarer Bläserquintett 2006 mit einem 3. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München. Viele weitere Auszeichnungen folgten und längst konzertiert das Ensemble in großen Sälen wie der Kölner Philharmonie, der Tonhalle Düsseldorf, der Essener Philharmonie und des Münchner Herkulessaals sowie bei zahlreichen Festivals und nationalen und internationalen Kammermusikreihen.

 

 

Freitag, 27. April, 19.30 Uhr Herbert Schuch & Gülru Ensari

 

Schuch

Werke für Klavier zu vier Händen von Brahms, Hindemith, Mozart, Manav und Schubert

Einführungsvortrag um 19 Uhr

 

 

Erst seit 2014 spielt der in Rosenheim aufgewachsene Herbert Schuch zusammen mit seiner Ehefrau Gülru Ensari im Duo. Ob vierhändig an einem oder an zwei Flügeln, das deutsch-türkische Klavierduo überzeugte schon auf zahlreichen internationalen Podien, darunter in Brüssel oder im Rahmen des Antalya Piano Festivals. Anfang 2017 erschien die erste CD-Aufnahme des Duos.

Ausgesprochen attraktiv ist das Programm, das Schuch und Ensari vierhändig an einem Flügel präsentieren. So die Walzer Op. 39 von Johannes Brahms, die mit  Paul Hindemiths Walzern Op. 6 kombiniert werden – was verblüffend gut funktioniert! W.A. Mozarts Sonate C-Dur KV 521 ist im Umfeld zum „Don Giovanni“ entstanden und weist mit ihrem konzertant-virtuosen Charakter schon auf Schubert voraus. Anschließend erklingen zwei Vertonungen anatolischer Volkslieder des türkischen Komponisten Özkan Manav, die im westlich-östlichen musikalischen Spannungsfeld auch die private Geschichte des Duos Schuch/Ensari reflektieren und diesem auch gewidmet sind.
Der zweite Teil des Konzertabends gehört Franz Schubert und seinem Grand Duo C-Dur D.821: im Grunde vom Entwurf her eine große Sinfonie, denn die Klangfülle eines Sinfonieorchesters lässt sich durchaus wahrnehmen. „Man hört Saiten- und Blasinstrumente, Tutti, einzelne Soli, Paukenwirbel", schreibt Robert Schumann über dieses großartige Werk.